VON DER IDEE BIS ZUR UMSETZUNG

Mit einer Projektidee fängt alles an. Doch wie geht es dann weiter? Die folgende Übersicht zeigt die verschiedenen Schritte von der Idee bis hin zur ihrer Umsetzung. Diesen Weg geht der/die Projektträger/in jedoch nicht alleine. Alle Schritte werden von dem Regionalmanagement begleitet, das dem/der Träger/in jederzeit beratend zur Seite steht. Die Kontaktdaten des Regionalmanagements finden Sie hier.

8 Schritte bis zum Ziel:

Schritt 1: Aufruf zur Anfertigung und Einreichung einer Projektskizze

Die Idee „Inklusion“ wird häufig genannt, jedoch nicht immer auch gelebt. Um im LEADER-Prozess ALLEN Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen (sei es als Projektträger oder als Teilnehmer an einem Projekt), bietet der Verein Lernen fördern e.V. ein Beratungsangebot an. Dieses können alle Projektträger in Anspruch nehmen, die sich damit auseinandersetzen möchten, wie der Inklusionsgedanke in ihr Projekt einfließen kann. Weitere Informationen zu dem Beratungsangebot finden Sie hier.

Es gibt verschiedene Projektaufrufphasen im Laufe des Jahres, die vorab auf der LEADER-Homepage wie auch in der Presse angekündigt werden. Grundsätzlich macht es Sinn, auf das Regionalmanagement zuzugehen, sobald Sie eine Idee haben, damit schon vorab die Förderfähigkeit eingeschätzt werden kann. Ist die generelle Eignung für LEADER geklärt, füllen Sie eine Projektskizze aus. Spätestens am Ende der Projektaufrufphase reichen Sie die Skizze beim Regionalmanagement ein.

Schritt 2: Präzisierung der Projektskizze

Nachdem Sie die Projektskizze eingereicht haben, prüft das Regionalmanagement die Details der Skizze. Passt die Idee zur Regionalen Entwicklungsstrategie? Ist der Kosten- und Finanzierungsplan detailliert genug und in sich schlüssig? Wird das Projekt den Anforderungen der Förderrichtlinie gerecht? Wie steht es um die Nachhaltigkeit Ihres Projekts?

Parallel wird das Projekt schon zu diesem Zeitpunkt mit der Bezirksregierung besprochen, da diese am Ende des Tages über die Förderfähigkeit entscheiden wird.

Schritt 3: Beschluss der Lokalen Aktionsgruppe (LAG)

Bevor der offizielle Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt werden kann, muss das Projekt noch positiv von der LAG beschlossen werden. Für die Entscheidungsfindung werden objektive Projektbewertungskriterien zu Rate gezogen. Die LAG vergibt anhand der Kriterien eine bestimmte Punktzahl für das Projekt. Je nachdem, wie hoch die Punktzahl ist, gilt das Projekt als förderwürdig oder nicht.

Schritt 4: Anfertigung des Förderantrags

Ist das Projekt von der LAG als förderwürdig eingestuft worden, kann der Bewilligungsantrag bei der Bezirksregierung gestellt werden. Für die Antragstellung müssen diverse Unterlagen zusammengesucht und ein Formular ausgefüllt werden. Hierbei hilft Ihnen das Regionalmanagement. Sinn macht es, schon während der anderen Schritte Unterlagen oder Angaben zu sammeln, damit Sie nicht alles auf einmal zusammensuchen müssen. Grundsätzlich sollte die Antragstellung nicht mehr als drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen.

Schritt 5: Positiver Beschluss der Bezirksregierung

Ist der Antrag fertig und wurde er von dem Regionalmanagement noch einmal durchgesehen, kann er zur Bezirksregierung geschickt werden. Hat die Bezirksregierung den Antrag positiv beschieden, bekommen Sie den Förderbescheid postalisch zugesandt.

Schritt 6: Erhalt des Förderbescheids

Bitte lesen Sie sich den Förderbescheid ganz genau durch. In ihm sind viele wichtige Informationen enthalten! Zunächst sollten Sie überprüfen, ob das Projekt mit denen von Ihnen beantragten Rahmenbedingungen auch bewilligt wurde. Neben dem Bescheid erhalten Sie auch die „Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung“ (kurz: ANBest), die z.B. mögliche Auflagen enthalten, was die Ausschreibungsregeln angeht. Des Weiteren bekommen Sie eine Übersicht, welche Regeln Sie bei der Öffentlichkeitsarbeit befolgen müssen.

Schritt 7: Projektumsetzung und Abrechnung

Nun befinden Sie sich in der Umsetzungsphase. Zunächst müssen Sie in die finanzielle Vorleistung gehen. Haben Sie Rechnungen erhalten, können Sie diese geltend machen – entweder am Ende des Projektzeitraums oder aber zwischendurch in Form von Teilauszahlungen. Mit dem ersten Auszahlungsantrag ist zudem der Evaluationsbogen auszufüllen, der auch mit dem Bescheid gekommen ist und nach den Effekten Ihres Projektes fragt. Bei längeren Projekten wird zudem jedes halbe Jahr ein Sachstandsbericht von Ihnen benötigt. Wichtig bei der Umsetzung ist, dass sobald sich etwas bei Ihnen ändert, Sie es dem Regionalmanagement umgehend melden!

Schritt 8: Projektende

Nun ist nur noch eine letzte Formalität für den Projektabschluss notwendig: Sie müssen einen Verwendungsnachweis erstellen, in dem Sie zusammenfassen, wie viele Fördergelder Sie ursprünglich beantragt hatten, wie viele Kosten tatsächlich entstanden sind und welche Fördersumme Ihnen schließlich ausgezahlt wurde.

Geschafft!

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben Ihr Projekt erfolgreich abgeschlossen, haben die bürokratischen Hürden gemeistert und konnten mit Hilfe der Fördergelder etwas Gutes in der Region bewirken. Nun heißt es Feiern!

Ein Angebot aus der Region für die Region zum Thema Inklusion:

Die Idee „Inklusion“ wird häufig genannt, jedoch nicht immer auch gelebt. Um im LEADER-Prozess ALLEN Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen (sei es als Projektträger oder als Teilnehmer an einem Projekt), bietet der Verein Lernen fördern e.V. ein Beratungsangebot an. Dieses können alle Projektträger in Anspruch nehmen, die sich damit auseinandersetzen möchten, wie der Inklusionsgedanke in ihr Projekt einfließen kann. Weitere Informationen zu dem Beratungsangebot finden Sie hier.

Hier sind die Ansprechpartner des Vereins, die sich über Ihre (unverbindliche) Kontaktaufnahme freuen:

Monika Barwanitz
0175 – 8549688
monika.barwanitz@web.de

Günther Barth
0178 – 5610219
guenther-barth@t-online.de

Erhard Pierlings
02354 – 779132
e.pierlings@icloud.com

FAQ

„Wer kann einen Förderantrag stellen?“, „Was genau kann gefördert werden?“. Diese und weitere Fragen rund um die LEADER-Förderung werden hier in aller Kürze beantwortet. Diese Zusammenfassung ersetzt allerdings nicht die LEADER-Richtlinie, sondern dient einer ersten Orientierung. Im Zweifel gilt immer die aktuelle Fassung der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Umsetzung regionaler Entwicklungsstrategien nach LEADER.

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Alle privaten Organisationen wie Vereine oder Unternehmen und öffentliche Institutionen wie auch Privatpersonen können einen Projektantrag stellen. Sollten Sie in einer Kooperation zusammen kommen, bedenken Sie, dass lediglich ein Akteur, eine Institution etc. als Projektträger auftreten kann.

Es gibt verschiedene Projektaufrufphasen im Laufe des Jahres, die vorab auf der LEADER-Homepage wie auch in der Presse angekündigt werden. Grundsätzlich macht es Sinn, auf das Regionalmanagement zuzugehen, sobald Sie eine Idee haben, damit schon vorab die Förderfähigkeit eingeschätzt werden kann. Ist die generelle Eignung für LEADER geklärt, füllen Sie eine Projektskizze aus. Spätestens am Ende der Projektaufrufphase reichen Sie die Skizze beim Regionalmanagement ein.

Wann kann ich mit meiner Maßnahme starten?

Erst mit Erhalt des Förderbescheids. Vergeben Sie z.B. schon vorher eine Leistung oder stellen jemanden ein, gilt das als „vorzeitiger Maßnahmenbeginn“, was eine Förderung ausschließt.

Was genau kann gefördert werden?

Wichtig ist, dass das Projekt innovativ bzw. neu für die Region und mit der Regionalen Entwicklungsstrategie, die im Zuge der Bewerbung um das LEADER-Programm erstellt wurde, vereinbar ist. Ist das der Fall, ist eine Vielzahl an Kosten förderfähig (Baukosten, Personalkosten, Sachkosten etc.). Sogar die Umsatz-/Mehrwertsteuer ist förderfähig, vorausgesetzt der Antragsteller ist nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Auch das ehrenamtliche Engagement kann in manchen Fällen in das Projekt mit einfließen und so den Eigenanteil reduzieren. Wie genau diese Anrechnung funktioniert, erklärt Ihnen gerne das Regionalmanagement.

Gibt es etwas, das nicht förderfähig ist?

Es sind u.a. Doppelförderungen, Pflichtaufgaben (z.B. der Kommunen), der Einsatz gebrauchter Gegenstände oder Wegebaumaßnahmen nicht förderfähig.

Wie viel Förderung kann ich erhalten?

Sie können in der Regel 65 % Förderung erhalten. Über den genauen Fördersatz entscheidet letztendlich die LAG. Die maximale Fördersumme liegt bei 250.000 €.

Gibt es eine Mindesthöhe, die ich beantragen muss?

Ja, hier gibt es eine sogenannte Bagatellgrenze, die bei privaten Projektträgern 1.000 € und bei öffentlichen 12.500 € Fördersumme (also 65 % der Gesamtsumme) beträgt.

Wie kann ich die verbleibenden 35 % der Finanzierung zusammen bekommen?

Grundsätzlich sind Sie dafür verantwortlich, die restlichen Projektkosten zusammenzutragen. Diese müssen aber nicht nur aus Eigenmitteln bestehen, sondern können auch von anderer Seite kommen. Denkbar sind hier öffentliche Mittel oder aber private Spenden als Kofinanzierung. Wichtig: Sobald zweckgebundene (also projektbezogene) Spenden mit im Spiel sind, besteht ein Mindesteigenanteil von 10 %. Auch bürgerschaftliches Engagement kann in Form von freiwilligen und unentgeltlichen Arbeitsleistungen unter bestimmten Voraussetzungen geltend gemacht werden.

Wie genau müssen die Kosten im Vorfeld aufgeschlüsselt sein?

Bei LEADER werden keine Pauschalen gefördert. Lediglich bei der Förderung von Personalstellen und mit den geförderten Stellen anfallende Gemeinkosten werden mit Hilfe von festgelegten Pauschalen berechnet. Für alle anderen Positionen bedeutet das, dass Sie schon im Vorfeld die genauen Kosten z.B. durch Angebote oder Kostenvoranschläge belegen müssen.

 

Diese Kostenplausibilisierung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der öffentlichen Vergabe von Aufträgen, sondern dient lediglich der Bezirksregierung zur Prüfung Ihres Antrags! Wenn Sie ein öffentlicher Träger sind oder Ihr Projekt über 100.000 € öffentliche Zuwendung bekommt, müssen Sie im Anschluss zusätzlich die Vergabeordnung befolgen.

Wann kann ich mit dem Geld rechnen?

Sie müssen als Antragsteller zunächst in die finanzielle Vorleistung gehen, da nur bezahlte Rechnungen entsprechend des Fördersatzes erstattet werden. Sie müssen allerdings nicht bis zum Ende Ihres Projektes warten, sondern können auch schon währenddessen Teilauszahlungen beantragen.

Was muss ich bei den anfallenden Kosten beachten?

Kosten, die gefördert werden sollen, müssen dem Antragsteller, also dem Zuwendungsempfänger, entstanden und von diesem bezahlt worden sein.

Gibt es etwas bei Investitionen zu beachten?

Je nachdem, was Sie mit dem Fördergeld anschaffen, kann es eine Zweckbindungsfrist geben (z.B. 12 Jahre bei Baumaßnahmen). Genauere Hinweise erhalten Sie mit dem Bewilligungsbescheid.

Ich bin ein privater Antragssteller. Muss ich mich bei der Vergabe von Leistungen an irgendwelche Vorgaben halten?

Wenn die öffentliche Zuwendung unter 100.000 € liegt, haben Sie Glück. Dann müssen Sie keine Ausschreibungen o.ä. durchführen. Ist die Fördersumme höher, müssen allerdings bestimmte Vergaberichtlinien befolgt werden, die Ihnen das Regionalmanagement gerne erklärt. Doch Vorsicht: Dennoch müssen Sie vor der Antragstellung die einzelnen Kostenpositionen mit Angeboten bzw. Kostenvoranschlägen belegen – diese Pflicht besteht unabhängig von Vergaberegelungen.